Willkommen auf unserer Homepage!

14. Etappe Carrión de los Condes – Sahagún (12.05.2018)

(Audio vom ) Ok, ist mal wieder Zeit, zwei Tage, und zwar von Carrión de los irgendwas Pandas, oder so, keine Ahnung, irgendwas automäßiges (Condes) bis nach Sahagún, das waren wohl 38, ja, war ganz lustig, der Tag. Wir sind um fünf los, weil wir einmal nachts gehen wollten, denn man hat uns gesagt, dass man sich hier besser die Sterne, als die Gegend anguckt, weil die Gegend hier ziemlich langweilig ist und so war es auch. Leider gab es Wolken, so dass man des nachts nichts gesehen hat. Egal, als wir um neun Uhr in die erste, 17 Kilometer entfernte Stadt gekommen sind -davor kam einfach mal nichts-, haben wir erst mal eine entspannte Pause gemacht. Dann ging es echt wieder ziemlich gut, nach den ersten siebzehn Kilometern wollten wir uns schon eine Herberge suchen, können wir hier mal pennen. Wir waren echt ne dreiviertel Stunde in irgendeinem Café, haben in der Sonne gesessen, Tortilla gegessen, mir einen Kaffee getrunken, und dann sind wir weiter, ja, die nächste Stadt war dann sechs Kilometer weg, haben wir ne kurze Pause gemacht, die nächsten waren jeweils drei auseinander, eine haben wir überlaufen, dann haben wir bei der nächsten ne kurze Pause gemacht, und bei der danach ne kurze Pause gemacht, und dann sind wir schon bei -nach Adam Riese und Eva Klein- bei dreißig/zweiundreißig Kilometern, und es ging immer noch ganz gut. Und dann haben wir uns gedacht, gut, die letzten acht Kilometer packen wir auch noch eben. Die gingen dann wider Erwarten sogar extrem schnell rum, also so ist es nicht. Habe mir so ein bisschen ’nen Wolf gelaufen, also das heißt, den Rest des Abends lag ich einfach nur noch im Bett rum, bzw. wir waren um drei da, also relativ früh für 40 Kilometer und habe mich gar nicht mehr bewegt, einmal noch kurz essen gewesen und das war es dann. Ja, das war dann Sahagún. Das Albergue war ganz cool, das waren glaube ich so 50 Betten oder so, davon waren vielleicht fünfzehn belegt, anscheinend laufen wir gerade so ein bisschen neben der Hauptzeit, denn heute Nacht war in meiner Herberge auch nicht viel los, da waren auch so 50 Betten. Der Tag war eigentlich nur Laufen; habe dann ein bisschen mit Lennart geschrieben, das war ganz witzig, ja, das war es dann.

Am nächsten Morgen habe ich dann relativ lange gepennt. Wir sind erst um kurz vor sieben los, heute übrigens auch, es ist schon halb acht, ich bin gerade erst los, aber ist auch nicht so weit. Und auch ganz entspannt gestartet, haben dann leider – es gibt da zwei Wege – den wahrscheinlich etwas anstrengenderen genommen, mit einer Stadt auf 24 Kilometern, das heißt wieder acht Kilometer zu der Stadt, danach 18 einfach im Nichts, mitten im Nirgendwo, ich glaube es war Calzadilla de los Hermanillos, oder so, die Stadt, wo wir drüber gelaufen sind, von Sahagún aus nach Reliegos. Das lief weitestgehend ereignislos, ich bin wieder mit der Trine gelaufen, zumindest bis Calzadilla de los Hermanillos, danach habe ich sie ein wenig zurück gelassen und habe dann immer so alle fünf/sechs Kilometer Pause gemacht und gewartet, weil sie eine ziemlich üble Blase von den vierzig Kilometern hatte, und ein bisschen erkältet und angeschlagen war. Und so laufen wir jetzt erst mal wieder getrennt und treffen uns danach dann erst mal wieder. Die ist auch jetzt schon wieder eine halbe Stunde früher weg, ich hatte heute wieder keine Lust früh aufzustehen, bzw. ich habe gestern nachmittag drei Stunden geschlafen, dann und hatte eine sehr lustige Unterhaltung mit Severin und, danach hatte die Hauptunterhaltung nicht mehr geantwortet und dachte naja, ich gehe pennen. Halb drei schon gepennt, habe zum Abendessen ein bisschen Nudeln gegessen, selbst gemachte, mit Linsensuppe als Sauce -ja, mit Linsensuppe, war aber sehr lecker, ein Teller hat mir gereicht. Und heute Nacht habe ich zum ersten Mal gemerkt, also im Stehen sieht man es nicht, aber wenn ich liege, habe ich fast gar keinen Bauch mehr. Also ich nehme schon ein bisschen ab, ich glaube das wird auch noch was mehr, wenn ich dann erst mal angekommen bin, weil vergleichsweise muss man schon sagen, dass ich relativ wenig esse. Ich will mein Handy jetzt nicht zu lange provozieren, weil es ein bisschen regnet, also es nieselt, aber die Regentropfen schließen hie und da die App, die zum Glück im Hintergrund weiter recorded und für das Handy ist es wahrscheinlich auch nicht ideal, es ist nicht viel Regen, aber ein bisschen und das muss ja nicht sein, also heute geht es nach León, um sieben los, 25 Kilometer, sind wir um 12 da, dann guck ich jetzt auch mal, dass ich mich ein bisschen ausruhe, werde wahrscheinlich die eine oder andere Postkarte schreiben. Natürlich Kathedrale angucken, vielleicht Pilgermesse am Abend, das kommt drauf an, wie ich lustig bin, wenn ich nachher wieder so kaputt bin, schlaf‘ ich wahrscheinlich erst mal wieder zwei Stunden, das ist wie gesagt Tagesform abhängig. Und das war es jetzt eigentlich auch.